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Ausgabe 27

Dezember 2018

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Editorial

Liebe Leser*innen,

der nicht enden wollende Sommer 2018 hat die Redaktion in Lethargie verfallen lassen. Längst wird diskutiert, dass die globale Erwärmung nicht nur den Meeresspiegel steigen lässt, die Temperaturen weltweit erhöht, das Wetter verrückt spielen lässt und die Ernten gefährdet, sondern auch die Produktivität negativ beeinflusst. Den Beweis dafür hat die FZ nun erbracht. Ich für meinen Teil kann mit Bestimmheit sagen, dass es mir bei den monatelang vorherrschenden hohen Temperaturen und der jeden Tag auf's neue sengenden Sonne deutlich schwerer fiel, über das große berufliche Pensum hinaus meine Nebenengagements voranzutreiben. Freie Zeit ließ sich am besten im Freibad verbringen.

Dabei haben wir als überzeugte Alltagsradfahrer (Wetten, dass die FZ-Redaktion durchschnittlich deutlich mehr Alltagskilometer sammelt als die Redaktionen anderer Radmagazine?) etwas gegen den Klimawandel in der Hand: Probate Informationen die dazu beitragen, das Fahrrad als vollwertiges Verkehrsmittel einzusetzen und damit die CO2-Emissionen des Verkehrssektors zu senken.

Inzwischen ist es Herbst geworden, mitunter regnet es sogar – mit den in unserem Artikel »Unter'm Dach statt pitschnass!« von Stefan Buballa und Andreas Oehler bewerteten ungewöhnlichen Ponchos kein Problem. Auch ein »Speichenbruch unterwegs« lässt sich mit dem einschlägigen Artikel von Reinald Bäß nun leichter meistern.

Der Artikel »Schutzstreifen für Radfahrer: Ohne Benutzungspflicht keine Klagebefugnis« von Dietmar Kettler wiederum klärt über die sich in manchen Städten als billiges Mittel zur Förderung des Radverkehrs rasant verbreitenden aufgemalten Radstreifen auf. Schließlich gibt Thomas Stoerck Einblicke ins Radpendeln in New York (»Alltäglicher Fahrradwahnsinn in New York«).

Viele Menschen werden das Pendeln auf einer rund 40 km langen Strecke (»Fahrzeitoptimierung beim Fernpendeln«) allerhöchstens mit einem sogenannten S-Pedelec in Betracht ziehen, das ist mir klar. Zu diesem Thema steuert dann aber auch unser Leser Eugen Maier (Leserbrief »Zurück zur Muskelkraft«) einschlägige Erfahrungen bei, über die wir uns besonders freuen.

Wer schließlich vor hat, ab und an auch ohne Auto etwas mehr zu transportieren, dem empfiehlt sich ein Blick in das neue Nachschlagewerk »Car Go! Bike Boom!!!«, das Tobias Kröll bereits für uns gelesen hat und hier vorstellt.

Weil es so gut passt, sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass die Fahrradzukunft ehrenamtlich arbeitet und nicht nur in vom Klimawandel geprägten Sommern Unterstützung braucht. Kontaktieren Sie uns gerne mit Ideen, Artikelangeboten oder verstärken Sie mit Ihrer Unterstützung unser Team. Vielen Dank!

Eine interessante Lektüre unserer neuen Ausgabe und viel Vergnügen damit
wünscht für die Redaktion der Fahrradzukunft
Wolfram Steinmetz