Ausgabe 9
Erschienen im Oktober 2009
Fahrradzukunft selbstgebastelt
schnipp loch knot
Eine haltbare, kostenlose und für seriöseste Präsentationszwecke geeignete Bindung ist flott gemacht.
Sie benötigen:
- einen geplatzten Schlauch
- einen Locher
- eine Schere
- keinen Strom
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Suchen Sie den Teil mit den geschichtsträchtigsten Flicken aus und schnippeln
den Schlauch auf die Länge des Papiers ab. Jetzt trennen Sie den Schlauch
der Länge nach auf, so dass ein passend breiter Streifen mit zwei Lagen
entsteht.
Weiter im Zuschnitt: zwei schmale Strippen aus einer Lage Gummi.
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Der Locher ist dran: Ist es ein starker (wie hier im Beispiel), schafft er Gummi und Papier in einem Rutsch. Ist es ein schwacher, muss eben mehrmals gelocht werden.
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Mit den schmalen Gummistrippen alles verknoten. Vulkanisieren wäre dekadent. Schleifen wären es auch.
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Fertig. FZ geschlaucht.
Nur noch die Innenseiten müssen befüllt werden. In aller Ruhe kalligraphieren
Sie die Artikel mit Ihrer selbstgerührten Tinte auf 'nem selbst gerupftem
Federkiel und vollenden ihr Werk mit dem Abmalen der Fotos mit einem
Pinsel aus selbst gerupftem geschnittenem eigenen Haupthaar
und Farben aus den auf der letzten Radfernreise gesammelten
und geriebenen natürlichen Pigmenten.
Quick & Lazy
Sogenannte Klemmschienen sind im Zehnerpack im Schreibwarenhandel für kleines Geld erhältlich. Für FZ passen die dünnsten, »bis 30 Blatt«. Als Farbe bevorzuge ich transparent, weil das den Rand des Titelblatts nicht verdeckt.
Anwendung:
- kaufen (zeitintensivster Teil!)
- auspacken
- FZ-Blätter aufstoßen und bündig ausrichten
- Schiene drüberschieben
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Dauert etwa eine halbe Minute, ist halbwegs robust (zumindest wurftauglich ;o) – und kann bei Bedarf, z.B. zum Kopieren, umstandslos zerlegt und wieder zusammengesteckt werden.
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Rechtliche Hinweise
Alle in diesem Artikel gemachten Angaben erfolgen nach bestem Wissen, aber ohne jegliche Gewährleistung. Die Autoren und der Verein Fahrradzukunft lehnen jegliche Haftung für unmittelbare und mittelbare Schäden durch Befolgung oder Nichtbefolgung von in diesem Artikel gegebenen Ratschlägen ab.
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Andreas
Borutta aus Berlin ist Umweltingenieur, Möbelschreiner, Kanulehrer. Er liebt die Fortbewegung aus eigener Kraft: zu Fuß, mit dem Rad, im Seekajak, auf Langlaufskiern. Lastentransport ist eine seine Leidenschaften als Alltagsradler.
Rainer
Mai ist Fahrrad-Sachverständiger in Frankfurt am Main, Maschinenbauingenieur,
Alltags- und Reiseradler, Mitgründer und Betreuer einer Selbsthilfewerkstatt,
Mitinitiator der »AG Verflixtes Schutzblech«.