Fahrradzukunft

Ausgabe 13

April 2011

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Editorial

Plitsch Platsch – und schon wieder regnet es!

Glück im Unglück, denn in unserer 13. Ausgabe lautet das Schwerpunktthema diesmal: Auch bei »schlechtem« Wetter per Rad zur Arbeit, zum Kindergarten oder auf Reisen. Juliane Neuß gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, im Radleralltag trocken anzukommen. Ergänzt wird ihr Grundlagenartikel durch Beiträge von Arndt Last und Stefan Buballa-Jaspersen mit Tipps zur Konstruktion faltbarer Wetterschutzverkleidungen fürs Liegerad.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wird vielen Menschen wieder bewusst, dass der Strom doch nicht nur »aus der Steckdose« kommt. Von Anfang an sehen wir die Redaktionsarbeit auch in einem größeren, politisch-ökologischen Kontext. Vier Artikel dieser Ausgabe haben deshalb »Fahrradförderung« im weitesten Sinne zum Thema: Albert Hölzle berichtet von radverkehrspolitischen Initiativen im Ruhrgebiet, während Wilfried Brandts Beitrag aus Düsseldorf das Projekt Radwegescouts vorstellt.

Radverkehrspolitik und Fahrradkultur wird dabei auch von unterschiedlichen, länderspezifischen Faktoren beeinflusst: In unserer Rubrik »Gelesen« beleuchtet Volker Briese von der Uni Paderborn in seiner Rezension von Anne-Kathrin Eberts Buch »Radelnde Nationen: Die Geschichte des Fahrrads in Deutschland und den Niederlanden bis 1940« die unterschiedlichen historischen Bedingungen in diesen Ländern. Alexander Priesemann blickt in seinem Bericht hinter die Kulissen des viel gepriesenen Radlerparadieses Dänemark.

Besonders viel Anklang finden bei unseren Lesern traditionell die Tests. Unabhängig von Anzeigenkunden und Verkaufszahlen kann die Fahrradzukunft aus dem Blickwinkel des Verbrauchers »die Spreu vom Weizen trennen« und Klartext reden. Rainer Mai hat Kettenschmiermittel nicht im Labor, sondern unter realen Alltagsbedingungen getestet und Andreas Oehler untersucht erneut aktuelle Dynamoladegeräte auf ihre Praxistauglichkeit. Abgerundet wird unsere Ausgabe durch einen programmatischen Beitrag von Reiner Dölger zum Sinn und Unsinn von Fahrradinformationssystemen.

Geben Sie uns Feedback und Unterstützung in Form von Leserbriefen, Fotos oder Artikelvorschlägen, denn Fahrradzukunft wird ausschließlich von Radfahrern für Radfahrer gemacht!

Viel Spaß mit der »Wilden Dreizehn« wünscht Stefan Buballa-Jaspersen für die Redaktion.

Neu. Wir freuen uns, dass Martin Ginkel künftig bei Programmieraufgaben und Ralph Aichinger bei der Bildredaktion mithilft. Bernd Romhart konnten wir als Zeichner gewinnen – das triefnasse Titelbild dieser Ausgabe stammt von ihm.

Halb. Für Typogourmets: wir dürften zu den wenigen Websites weltweit ;) gehören, die halbbreite geschützte Leerzeichen verwirklichen. Zum Beispiel zwischen Maßzahl und Einheitenzeichen.

Andreas Borutta