Fahrradzukunft

Ausgabe 24

April 2017

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Zu: Wirkungsgrad-Messungen an Nabenschaltungen (Ausgabe 16)

Zu: NuVinci und andere – Wirkungsgrad-Messungen an Nabenschaltungen – Teil 2 (Ausgabe 17)

Zu: Tretlagergetriebe Pinion P1.18 – Wirkungsgrad-Messungen an Nabenschaltungen – Teil 3 (Ausgabe 20)

Mitglieder der »Fahrradfahrer-Gemeinde« tun gut daran, sich nicht mit internen scheinbar höchst wissenschaftlichen Streitigkeiten gegenseitig bzw. selbst fertig zu machen.

Wer wie ich kürzlich beim Symposium anlässlich der Entwicklung des Fahrrad durch Freiherr Drais in Mannheim war, muss erkennen, dass das Fahrrad an sich eine wunderbare Maschine ist und vom Energiebedarf her wohl kaum zu toppen.

Da sollte es in einer Gesellschaft, die arm an körperlicher Bewegung, reich an Energieverschwendung und CO2-Ausstoß und tausenden Verkehrstoten vor allem durch den Kraftfahrzeugverkehr doch völlig egal sein, ob man nun ein paar Kilowattstunden »zu viel« an Hüftgold-Energie durch Ketten-, Naben- oder sonstige Schaltungen im Vergleich zu einem Singlespeed benötigt. Auch die paar Kilowattstunden für Pedelecs oder sonstige E-Fahrräder sind vernachlässigbar. Was so ein Fahrrad pro Jahr benötigt, verbraucht ein Auto auf wenigen Kilometern Fahrtstrecke.

Der »gemeinsame Gegner« ist doch die Ideenlosigkeit der deutschen Verkehrspolitik und -industrie. Von der Politik auf kommunaler, Landes-, Bundes- und Europaebene, über die Auto- bis hin zu Bahnindustrie.

Ich möchte in der Fahrradzukunft möglichst keine Artikel oder Leserbriefe mehr lesen, die sich gegen andere Radler und ihre technischen Vorlieben richten, sondern nur noch, wie wir es schaffen, möglichst viele andere Menschen vom Auto aufs Rad zu bringen. Und das möglichst schnell. Damit wir alle von möglichst guten Radfahrbedingungen profitieren. Das bedeutet Kinder, Menschen mittleren Alters, Senioren, Frauen wie Männer. Etwas mehr Respekt dem Nächsten gegenüber wäre hier angebracht.

Olaf Tobiasch, Fürth