Fahrradzukunft

Ausgabe 19

Dezember 2014

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

drei ganz unterschiedliche Aspekte des Fahrrads werden in dieser Ausgabe der Fahrradzukunft betrachtet. Stephan Rohn hat die neue SRAM Automatix 2-Gang-Nabe in einem leichten Stadt-Flitzer verbaut. Er zeigt, wie man mit diesem Getriebe ein komfortables, leichtes und wartungsarmes Alltagsrad für’s Flachland realisieren kann, verschweigt aber auch die Nachteile wie den großen Entfaltungs-Sprung und eine teilweise zu niedrige Trittfrequenz nicht. Olaf Tobiasch setzt sich mit Eltern-Kind-Tandems als Familienfahrzeug auseinander. Mittlerweile gibt es ein breites Angebot solcher Tandems, bei denen das Kind vorne sitzt. Viele Details werden beleuchtet: Auswahlkriterien beim Kauf, Probleme in der Praxis, Gepäckmitnahme, geeignete Kinderbekleidung und das Fahrverhalten. Tobias Kröll hat einige Jahre in einem holländischen Radladen gearbeitet. Aus dieser Zeit berichtet er vom Handel mit gestohlenen Gebraucht-Fahrrädern und seiner provozierenden Schutzblech-Figur. Tobias plant, in (Fahrrad-)Zukunft regelmäßig zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen mit Bezug zum Fahrrad zu schreiben.

Die Redaktion besuchte im Oktober 2014 die Sonderausstellung »Das Fahrrad. Kultur, Technik, Mobilität» im Museum der Arbeit in Hamburg. Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. März 2015. Wir hatten viel Vergnügen, die interessanten Details der 100 historischen Exponate zu diskutieren. Es findet sich dort viel Ungewöhnliches und uns bislang Unbekanntes. Wer einen halben Tag in Hamburg erübrigen kann, dem sei die Ausstellung unbedingt empfohlen.

Das halbe Redaktionsteam vor einem Tret-Porsche im Museum der Arbeit, Hamburg
Redaktionsmitglied beim Versuch des eleganten Aufstiegs auf ein Hochrad im Museum

Für kommende Fahrradzukunft-Ausgaben planen wir zwei Themen-Schwerpunkte: Unter »Schnittstelle Mensch-Maschine« soll ein Blick auf die Kontaktpunkte Sattel, Lenker und Pedale geworfen werden. Außerdem geht es uns um Wege zu einer sicheren Verkehrsteilnahme von Kindern: »Кindertraining für’s Alltagsradeln vs. traditionelle Verkehrspädagogik«. Wenn Sie dazu Ideen haben, einen interessanten Artikel an anderem Ort gelesen haben oder einen Autor dazu empfehlen können wir freuen uns über Nachricht.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Euch für das Redaktionsteam

Andreas Oehler

Titelbild: Das Familientandem der Familie Böger/Darmstadt. Das obere Foto stammt von Fritjof Sandrock, das untere von Peter Esselborn.

Strategien gegen die Radwegbenutzungspflicht

Beim Bundesweiten Umwelt- und Verkehrskongress (BUVKO) vom 13.03.2015 bis 15.03.2015 in Erfurt geht es diesmal auch um die Frage, wie man effektiv gegen die Benutzungspflicht von Radwegen vorgehen kann. Dazu werden Martin Glas vom ADFC und Bernd Sluka vom VCD am Sonntag, dem 15.3. eine Arbeitsgruppe (SO3) mit dem unscheinbaren Titel »Radwegbenutzungspflicht – Erfahrungsaustausch« leiten. Wir suchen nach Strategien und Anleitungen auch jenseits der bisher eingeschlagenen und oft sehr mühsamen Wege. Wer Erfahrungen hat, dazu beitragen kann oder nur etwas dazulernen will, ist herzlich eingeladen, nach Erfurt zu kommen. Zur Anmeldung

Martin Glas, ADFC München und Bernd Sluka, VCD Bayern

Umfrage: Welches Verkehrsmittel ist das gesündeste?

Wie kommen Berufstätige zur Arbeit? Welchen Einfluss hat die Wahl der Verkehrsmittel auf dem Arbeitsweg auf die Gesundheit Berufstätiger?

Die Geographiestudentin Juliane Kemen beschäftigt sich in ihrer Masterarbeit mit dieser Fragestellung. Mit einer Online-Umfrage möchte Sie einen direkten Zusammenhang zwischen der Nutzung verschiedener Verkehrsmittel auf den täglichen Wegen zur Arbeit und den Krankheits- bzw. Fehltagen Berufstätiger belegen.

Die Umfrage läuft bis zum 31.12.2014.