Fahrradzukunft

Ausgabe 18

April 2014

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Leserbriefe

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Leichtlaufausführung

Zu: NuVinci und andere – Wirkungsgrad-Messungen an Nabenschaltungen – Teil 2 (Ausgabe 17)

Ihre Zeitschrift lese ich immer mit großem Interesse. Die Ausgabe 17 ist dabei keine Ausnahme.

Zu Ihrem sehr interessanten Artikel »Wirkungsgradmessungen an Nabenschaltungen« möchte ich eine kleine Bemerkung machen: Sie haben die Shimano SG-8R31 Inter-8-Nabe getestet. Sie hätten explizit erwähnen können, dass Shimano auch eine Leichtlaufausführung (SG-8R36) der Inter-8-Nabe anbietet.

Martin Dupont, Madrid

Varibike

Zu: Mit Hand und Fuß: HF-Bikes (Ausgabe 17)

Ich finde den Artikel »Mit Hand und Fuß: HF-Bikes« super. Er gibt zum ersten Mal einen detaillierten Überblick über die neue Fahrradgattung der HF-Bikes, mit tollen Bikes, die das Trainieren des ganzen Körpers beim Biken möglich machen.

Bei der Varibike Beschreibung wird jedoch nicht erwähnt, dass man beim Varibiken auch einarmig Kurbeln kann. Besonders am Berg und auf lange Strecken bringt das einarmige Armkurbeln große Vorteile. Wenn nur ein Arm kurbelt, dann bewegt sich die andere Kurbel nicht und hängt nur runter. Das bringt sehr viel, da man so immer schön abwechseln kann und sich im Wechsel immer jeweils ein Arm während der Fahrt erholen kann. Die Muskeln übersäuern am Berg nicht, da die Arme immer frisch sind und zudem die Beine entlasten.

Man kann beim Varibike jederzeit während der Fahrt den Fahrstil (zwischen alternierend und synchron) wechseln, und zwar ohne Montieren. Eben diese Abwechslungsmöglichkeit macht besonders Spaß. Auch fordert das Fahren mit verschiedenen Fahrstilen eine größere Anzahl an eingesetzen Muskelgruppen, denn jeder Fahrstil beansprucht andere Muskeln.

Martin Kraiß, Varibike GmbH, Ulm

Sturmey-Archer 5-Gang

Zu: 80 Jahre Entwicklungsstillstand in der Fahrradindustrie (Ausgabe 17)

»… und die erste 5-Gang-Nabe (damals noch zweizügig) erblickte bei F&S 1988 das Licht der Welt«

Das stimmt nicht! Ich habe mir 1986 mein Hercules Alassio beim Kauf für 160 DM »aufrüsten« lassen, und zwar u.a. mit Hohlkammerfelgen und verstärkten Speichen und vor allem einer Sturmey-Archer 5-Gang-Schaltung, da Kettenschaltungen schon immer eine Beleidigung meines technikästhetischen Empfindens waren. Mein Radhändler hat dafür den rechten der beiden Original-Hebelschalter (der für die jeweiligen drei Gänge zuständig ist) am Lenkervorbau durch einen original Sturmey-Archer Dreigangschalter am Lenker ersetzt. Im »Normalbetrieb«, bei dem man meist nur die Gänge 2 bis 4 braucht, muss man dadurch zum Schalten nicht die Hand vom Lenker nehmen und gegenüber dem Kombischalter der Pentasport ist das Schalten »im Normalbetrieb« ebenfalls einfacher.

Außer einem sechswöchigen Ausfall wegen eines Bruchs in der Schaltung nach vier Jahren machte die Schaltung nie Probleme; das Rad fahre ich heute noch in der Stadt und der näheren Umgebung äußerst gerne.

Vielleicht habe ich den zitierten Satz aber auch falsch verstanden und gemeint war »… erblickte das Licht der F&S Welt …«.

Bei all diesen Schaltungen fand ich das Schalten gegen eine Rückholfeder technikästhetisch nie befriedigend und dachte, man müsste doch einfach zwei Schaltzüge ohne Feder nehmen. Mit dieser Idee machte mich dann ein Kollege Anfang 2000 mit der Speedhub bekannt. Nun, seit acht Jahren ist mein Rad für den Weg zur Arbeit und für Radtouren ein maXcycles mit Rohloff Speedhub.

Stephan Weber, Dieburg

Nachteile Elektro-Drivetrain

Zu: Leserbrief »Wirkungsgrad I» von Andreas Fuchs (Ausgabe 17)

Warum passiert es immer wieder, dass irgendwelche Leute auf die Idee kommen die (relativ) leichtgewichtige und effektive Kombination aus Kurbel, Kette und Ritzel durch einen schweren Elektro-Drivetrain (wie auch immer er gestaltet sein soll) ersetzen wollen. Diese Lösung wird im direkten Vergleich immer einen Wirkungsgrad haben, dass einem die Augen tränen, gepaart mit hässlichem Gewicht.

Der andere Nebeneffekt ist, dass damit der Antrieb von der eigenen Bewegung entkoppelt wird, was ganz erhebliche psychologische Auswirkungen auf den Benutzer hat. Es nimmt dem Benutzer nämlich das Erleben der eigenen Bewegung und Leistungsfähigkeit, was ein erheblicher Faktor zur Motivation zur Bewegung ist. Mit anderen Worten: Es ist doch nur der halbe Spaß (wenn überhaupt), wenn sich am Hinterrad (für Flevos das VR) nix tut, wenn man beschließt, jetzt mal richtig in die Pedale zu wuchten, weil das alles im Drivetrain ausgemittelt wird.

Bernhard Betancourt, München