Fahrradzukunft

Ausgabe 15

April 2013

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Leserbriefe

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Helmgedöns

Zu: Titelthema Helm (Ausgabe 14)

Endlich: Seit letzter Woche gibt es nun auch im deutschsprachigen Raum Dank Fahrradzukunft eine ausführliche und fundierte Auseinandersetzung mit dem oftmals verbissen und selten objektiv diskutierten Thema Fahrradhelm. Vielen Dank den Autoren!

hamburgize.blogspot.de

Stefan Warda, Hamburg

Qualität

Zu: Titelthema Helm (Ausgabe 14)

Halten Sie eigentlich das, was Sie da publizieren für qualitätvoll? Diese Frage ist ernst, sogar sehr ernst gemeint.

Offenheit ist schön und gut, ich bin auch dafür, dass jeder sich publizistisch beteiligen kann. Aber eine gewisse redaktionelle Linie sollte schon drin sein. Und für die Ausführungen in ihrer neuesten Ausgabe (Fahrradhelme) ist eine solche einheitliche Linie nicht erkennbar.

Welche Folgen hat das? Da gibt es strikte Gegner unter Ihren Lesern, die zitieren dann die polemischen Artikel, der ausgewogene Artikel von Herrn Ortlepp geht indes unter. Das Schlimme dabei ist, dass die polemischen Artikel noch nicht mal mit Quellenangaben arbeiten, bzw. wenn, und man diese angeblichen Quellen überprüft, so decken sie nicht das ab, was der Autor behauptet.

Natürlich ist es Ihr Recht, diese Qualitätskontrolle zu unterlassen, aber Sie brauchen sich dann auch nicht wundern, wenn Sie nicht bzw. nicht mehr ernst genommen werden.

Alexander Peren, Penzberg

Begeisterung

Zu: Titelthema Helm (Ausgabe 14)

Gerade habe ich Ausgabe 14 heruntergeladen und nur mal überflogen; eingehend gelesen wird sie natürlich so bald wie möglich. Das Schnuppern hat aber schon dazu geführt, mich in Begeisterung zu stürzen!! Dazu reichten die Artikel über den Fahrradhelm und die Dynamos. Sie zeigten mir: Es gibt doch noch Menschen, die frei, klar und logisch denken können, sich noch dem Sog der satten Konsumenten entgegen stemmen wollen und können.
Dies werde ich erneut und sofort mit einer Spende unterstützen.

Also, ein Riesenlob von mir, und herzlichen Dank für eure erstklassige und unermüdliche Arbeit. Im übrigen finde ich, dass ihr die Qualität des Magazins kontinuierlich gesteigert habt.

Hansjörg Reeg, Raunheim

Minimal-Lader auch am Seitenläufer

Zu: Minimal-Lader (Ausgabe 12)

Bei der Suche nach einer »Steckdose für unterwegs« bin ich auf Ihren Artikel Minimal-Lader gestoßen.
Dazu habe ich aber noch eine Frage: Im Artikel steht mehrmals »Nabendynamo«. Funktioniert dieser Bausatz auch bei einem Seitenläufer?

Thomas Petersen, Hamburg

Ja. Der Minimallader funktioniert in der Version ohne Serien-Kondensator uneingeschränkt auch an üblichen Seitenläufer-Dynamos. Durch die niedrigere Betriebsspannung sollte die Durchrutschneigung sogar geringer als im Licht-Betrieb sein.

Wenn man mehr als 500 mA Ladestrom benötigt, so ist dies mit einem geeigneten Serienkondensator auch möglich – allerdings wird man experimentell eine geeignete Kapazität neu bestimmen müssen. Diese wird deutlich unter 330 µF liegen.

Ob man bei längeren Fahrten tagsüber aber stets das nervige Brummen im Ohr haben will?

Andreas Oehler, Autor des Artikels, Redaktionsmitglied

Elektronische Alternative zum Minimal-Lader

Zu: Minimal-Lader (Ausgabe 12)

Ein Velofahrer mit Nabendynamo machte mich auf Ihre Seite »Minimal-Lader« aufmerksam. Der Grund seiner Frage war die schwierige Beschaffung der 5-Watt-Z-Diode. Er hat dann meine Elektronik-Minikursseite, die passend zu diesem Problem ist, gefunden, wo eine elektronische Lösung angeboten wird:

»Die Power-Zenerdiode aus Zenerdiode und Transistor
Die präzise einstellbare geregelte Power-Zenerdiode
»

Es ist ihm im Kapitel »Dimensionierung einer Power-Z-Diode« die Schaltung in Bild 2 aufgefallen. Er fragte mich, ob diese für seinen Zweck machbar sei. Ich bejahte seine Frage. Es gibt auch noch eine etwas aufwändigere hochpräzise Lösung mit einem Operationsverstärker und einer Bandgap-Spannungsreferenz.

Ich empfehle Ihnen meinen Elektronik-Minikurs für die Elektronikbastler mit etwas mehr Fachkenntnissen auf Ihre Seite »Minimal-Lader« zu setzen. Die ganze Schaltung, ob Bild 2 oder Bild 7 ersetzt einfach die 5-Watt-Z-Diode.

Thomas Schaerer, Zürich

Die »Power-Zenerdiode« ist durchaus interessant – vor allem wenn man die Ausgangsspannung variieren will. Der Reiz des »Minimal-Lader« ist aber sein extrem einfacher Aufbau. Die Beschaffung der 1N5338B erscheint mir so schwierig nicht. Man verwende eine Suchmaschine mit den Begriffen »1N5338B Versand« oder sucht bei einem Internetauktionshaus nach »1N5338B« und erhält eine Menge Angebote.

Andreas Oehler, Autor des Artikels, Redaktionsmitglied

Simulation von Leistungswerten beim Pedelec

Zu: Elektrorad – Energiesparwunder oder Klima-Schwein? (Ausgabe 9)

Mit großem Interesse habe ich den Beitrag von Andreas Oehler zum Elektrorad-Akku gelesen. In der Simulation http://www.rad-ldk.de/simulation möchte ich ungeübte Radler zunächst auf das Pedelec und dann auf ein »richtiges« Fahrrad bringen. Dabei waren mir die von Andreas genannten Fakten über Ladezyklen in Abhängigkeit vom Grad der Entladung und Ladung nicht bekannt. Wenn die Daten noch stimmen, würde ich die Simulation gerne soweit erweitern, dass bei Unterschreiten der kritischen Schwelle ein deutlicher Hinweis auf kürzere Lebensdauer des Akkus erscheint. Ebenso soll der Benutzer die Möglichkeit haben, entweder mit einem vollen oder nur zu 90 % aufgeladenen (lt. Beitrag von Andreas) zu fahren.

Helmut Weil, Wetzlar

Bei Lebensdauerangaben von üblicherweise an Pedelecs verwendeten Lithium-Ionen-Akkus hat es meines Wissens in den letzten Jahren keine wesentliche Änderung gegeben. Potentielle Käufer darauf deutlich hinzuweisen, ist sicherlich wünschenswert. Die Möglichkeit, den Akku zu schonen, indem er nur zu reichlich 90 % statt zu 100 % aufgeladen wird, wird mittlerweile bei Business-Notebooks serienmäßig angeboten. Bei Pedelec-Akkus hingegen gibt es diese Möglichkeit noch nicht.

Andreas Oehler, Autor des Artikels, Redaktionsmitglied

Blinker?

Zu: Neue und exotische Nabendynamos im Test (Ausgabe 14)

Der Dynamotest in der 14. Ausgabe zeigt, wie gut die Technik mittlerweile ist. Ein reichhaltiges Angebot ermöglicht es jedem, einen passenden Dynamo (auch abhängig vom Geldbeutel) zu finden. In vielen Rädern der 500-Euro-Klasse findet man mittlerweile Nabendynamos.

Eine Frage die mir daher schon seit längerem auf den Nägeln brennt. Was ist eigentlich mit BLINKERN??

Die geringe Leistungsaufnahme der Nabendynamos schreit doch gerade zu nach Daueranwendungen außerhalb des Lichtgebens. Vom ADFC und auch immer mehr Stadtplanern wird propagiert, dass das Rad auf die Straße gehört. d. h. bei sportlicher Fahrweise jedoch auch immer geringere Reaktionszeiten und »Anzeigezeit« der geplanten Fahraktion. Mit Tempo 30 nehme ich im Gedränge ungern die Hand vom Lenker um meine Absaugeinrichtung anzuzeigen.

Sind Euch Projekte bekannt, die die Idee eines Blinkers für Fahrräder aufgreifen?

Karsten Kiehn, Geesthacht

Blinkende Fahrradleuchten sind generell verboten. Und aus meiner Sicht auch nicht unbedingt sinnvoll – siehe meinen Beitrag in FZ 1: Warum Blinkis Mist sind

Als Fahrtrichtungsanzeiger (das meintest du wohl?) wären sie nur brauchbar, wenn die Helligkeit mindestens KFZ-Standard erreicht – alles andere wäre gefährlich, weil es tendenziell übersehen wird. Das geht nur mit entsprechendem Equipment. Erste Bedingung ist ein Bordakku, der zuverlässig (also möglichst von einem Dynamo) nachgeladen wird.

Bisher sind Blinker nur bei Velomobilen gängig, weil damit »Arm raushalten« nicht geht. Aber da stört die Illegalität auch nicht, weil die Fahrzeuge ohnehin verboten sind: Die vorgeschriebenen nach vorne und hinten wirkenden Pedalreflektoren sind technisch unmöglich – was aber glücklicherweise fast kaum einer weiß …

Rainer Mai, Redaktionsmitglied

70 km Arbeitsweg mit S-Pedelec

Zu: Titelthema Elektrofahrrad (Ausgabe 9)

Zu: Erfahrungsbericht schnelles Elektrorad: Riese&Müller »Delite Hybrid« (Ausgabe 10)

Habe gerade auf Ihrer Seite gestöbert und muss bei einigen Bemerkungen zum Thema E-Bike oder Pedelec sicher zustimmen. Ich für meinen Teil fahre seit über 4 Monaten regelmäßig mit meinem S-Pedelec (Unterstützung bis 45 km/h) regelmäßig zur Arbeit. Hin und zurück 70 km. Und bis auf die scheinbar üblichen Probleme (Akkuleistung, merkwürdige Einsparungen bei hohem Radpreis) bin ich begeistert. Ich fahre im Schnitt 29–32 km/h. Auch wenn ich recht sportlich bin, das könnte ich ohne Unterstützung nicht leisten. Neben der Radfahrerei arbeite ich ja zwischendurch noch. Selbst zu besten Trainingszeiten als Hobbyfahrer habe ich mit meinem superleichten Trekkingbike gerade mal 24 km/h geschafft, bin aber meist nur eine Strecke gefahren bzw. nur einmal pro Woche, weil das sonst echt anstrengend war.

Ich gebe Ihnen Recht: Für Kurzstrecken um die 20 km, oder wenn ich »nur zum Spaß« mit meinem Freund oder alleine fahre (je nach Steigung 60–110 km), dann bevorzuge ich auch das normale Rad. Aber für 2 mal 35 km Arbeitsweg – da ist das schon eine echte Erleichterung.

Danke für die erfrischende Seite.

Marita Müller, Köln

Umgekuppelt

Zu: Anhänger Carryfreedom Y-Frame (Ausgabe 3)

Auf der Suche nach Information zu einem Fahrradanhänger bin ich zu eurer Seite gelangt. Ich habe bisher nur einen Bruchteil davon gelesen, doch kann jetzt schon sagen, dass die Seite auf meinem Rechner ein »fettes« Lesezeichen bekommen hat. So viel interessante Themen und Infos – super!

Ganz besonders hat mir der Artikel von Günther Schwarz zum Anhänger Carryfreedom Y-Frame gefallen. Da stand alles drin, was ich wissen wollte. Noch mal super! Gleichzeitig möchte ich dazu noch einen Hinweis loswerden.

Herr Schwarz sprach bei der Anbringung oder Kupplung der Anhängers von einer Schwachstelle. Das sehe ich auch so und bin zu folgender Lösung gekommen, die eine wesentliche Verbesserung mit sich bringt:

Da ich in der Vergangenheit bereits einen Chariot Kinderanhänger genutzt habe, war ich auf der Suche nach einem Anhänger, der mit einer ähnlich kleinen und genial einfachen Kupplung ausgestattet ist, wie mein Kinderanhänger. Leider gab es nix passendes. Dann hilft also nur »basteln«. An meinem Hinterrad ist seit einer kleinen Ewigkeit die Aufnahme für den Kunststoff-Kugelkopf der Chariot-Deichsel montiert.

Nun stellte sich die Frage, ob das Gegenstück, ein ca. 14 cm langer Kunststoffschaft mit Kugelkopf, was man bei Chariot für 12,- € als Ersatzteil beziehen kann, in der Deichsel des Y-Frame befestigt werden kann. In unserer freundlichen Globetrotter-Filiale habe ich das, zusammen mit dem Verkäufer, gleich mal ausprobiert. Siehe da, es passt!!

Fantastisch, dachte ich. Der Kunststoffschaft passt perfekt in den Innendurchmesser der Y-Frame-Deichsel (ca. 20 mm). Es muss nur noch eine zusätzliche Bohrung für eine Befestigungsschraube gesetzt werden. Damit wäre mein Problem gelöst.

Für 12,- € bekomme ich zum Fahrradanhänger meiner Wahl gleich noch den passenden Kopf für die Kupplung. Das beschriebene Problem von Günther Schwarz dürfte sich damit auch erledigt haben. Die Kupplung läuft leise, ohne Spiel und Klappern, weil Kunststoff und Metall in Kombination meist kaum Geräusche verursacht.

Vielleicht konnte ich mit diesem Tipp so manchem Freund dieses Fahrradanhängers noch einen nützlichen Hinweis geben. Für mich macht diese Modifikation den Y-Frame wesentlich attraktiver.

Übrigens, das Bild eines einzelnen Chariot Kugelkopfes konnte ich im Netz nicht finden, da die Serviceseiten von Chariot nur für Händler zugängig sind.

Axel Richter, Dresden

Bauanleitung für Wetterschutz-Frontverkleidung

Zu: Titelthema Plitsch-Platsch (Ausgabe 13)

Die Faltverkleidungen für die Liegeräder gefallen mir ganz gut. Wegen der Verkehrssicherheit habe ich jedoch bisher gezögert, ein Liegerad zu fahren.

Seit einigen Jahren experimentiere ich daher mit einer Verkleidung am Standardrad. Der jetzt erstellte Prototyp erfüllt nun schon ganz gut seinen Zweck, weshalb ich mich entschloss, eine Bauanleitung zu erstellen. Da der Aufwand für die Bauanleitung relativ hoch war und ich für eventuelle Rückfragen im Forum fahrradverkleidung.forumprofi.de zur Verfügung stehen will, habe ich mich entschlossen, dafür erst mal einen kleinen Preis zu verlangen: Ebay-Artikel 290860929813

Holger Eisele, Walldorf