Fahrradzukunft

Ausgabe 1

April 2006

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Editorial

Hier ist sie endlich, die erste Ausgabe.

Nach einer langen Dürreperiode in der Infotainment-Wüste aus bunten Blätter mit viel Werbung gibt es hier nun geballte Information.

Der Dynamotestbericht von Olaf Schultz und Andreas Oehler liefert nicht nur Messdaten, sondern dokumentiert klar den Messaufbau und seine Grenzen. Er durfte länger und damit informativer sein als die Redaktionen bunter Blätter erlauben.

Wilfried Schmidt, »Vater des modernen Nabendynamos«, erläutert allgemeinverständlich die technischen Grundlagen der Stromerzeugung mit Dynamos.

Anspruchsvollere Lektüre ist Olaf Schultz’ methodisch hergeleitete Beantwortung der Frage, ob Radwegschilder mit einem vorschriftsgerechten Scheinwerfer gesehen können werden müssen sollen dürfen (oder so ähnlich).

Nicht nur Techniker kommen zu Wort: Der Augenmediziner Professor Wilhelm erklärt im Interview, wie wir im Dunkeln sehen – und warum wir oft nichts oder zu wenig sehen.

Es gibt aber auch zwei kürzere, eher »unwissenschaftliche«, auf Erfahrungen gestützte Artikel über Blendung durch Scheinwerfer und Blink-Rückleuchten. Und die erste Folge von Klaus Försters Erlebnisreport des berüchtigten Haiteck-Daunhillers Rase-Rudi.

Deutschland ist berühmt-berüchtigt für seine weltweit unerreicht vollständigen Vorschriften – zum Beispiel und gerade auch für Fahrräder im Straßenverkehr. Statt die veraltete und überregulierte StVZO endlich zu entrümpeln, haben interessierte (eher wenig radfahrende) Kreise versucht, unseren Fahrrädern mit der sogenannten Fahrradausrüstungsverordnung noch viel mehr vorzuschreiben. Dieses mindestens 8 Jahre alte Vorhaben ist aktuell am 7. April 2006 im Bundesrat gescheitert – sozusagen vorläufig endgültig.
Bernd Slukas Nachruf offenbart die Abgründe und Untiefen des Regelwerks und stellt unbequeme Fragen.

Die meisten aktuellen Artikel stammen aus dem Umfeld der Redaktion. Das soll – und kann – nicht so bleiben. Ab der nächsten Ausgabe wollen wir Fahrradzukunft mit Gastbeiträgen füllen.

Schreibt also! Und spendet, denn von garnix kommt nix.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Rainer Mai für die Redaktion